10 Tipps für spontane Fototouren

10 Tipps für spontane Fototouren

Kennt ihr nicht auch die Situation, plötzlich reißt der Himmel auf oder ihr habt Lust genau jetzt zu Fotografieren?

Dazu möchte ich euch heute 10 Tipps vorstellen, wie eure spontane Fototour gute Voraussetzungen mitbringt, ein voller Erfolg zu werden.

#1 Wo soll es hingehen

Bevor es losgehen kann sind diesbezüglich natürlich einige Fragen zu klären. Hierzu nutze ich oft die Umkreissuche von Google, um mögliche Motive auszuchecken.

Welche Spots sind in meinem Zeitfenster erreichbar?
Wie sieht es mit dem Sonnenstand vor Ort aus?
Will ich Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?
Sind Öffnungszeiten ein Thema?

Du siehst trotz Spontanität sind einige Hürden zu nehmen bevor es losgehen kann.

#2 Locationcheck

img 1846 scaled

Um ungünstige Erlebnisse, wie es mir wiederholt passiert ist🤦‍♂️  zu vermeiden, solltest du unbedingt die Location vorher auschecken.

  • Baustellen via Google
  • Parkplatzsituation vor Ort

Um nicht im Touristenchaos zu versinken solltest du bei Hot Spots  zusätzlich noch Ereignisse beachten, wie Sonn- und Feiertage, Ferienzeiten etc.

IMG 1470

#3 Equipmentcheck

Auch hier gibt es Situationen, die am Spot zu bösem Erwachen und Frust führen können. Oft habe ich schon Dinge vergessen, wie Speicherkarte,
einen 2. Akku(bei Sony gerne auch mal den 4. Akku😉) oder die Stativplatte.

Aus diesem Grund habe ich eine Checkliste  angefertigt, die helfen soll schnell und vollständig euer Equipment am Start zu haben.

Grundsätzlich solltet ihr euch  immer folgende Fragen stellen:

  • Was muss mit?
  • Was kann mit?
  • Was bleibt zu Hause?

Auch 500g zusätzliches Gepäck können unter gewissen Umständen richtig nervig werden.

#4 Auf angemessene Kleidung achten

Als dieses Bild entstand regnete es in Strömen. Allerdings war ich diesmal gut vorbereitet, hatte ich doch die Wetterlage via Handyapp im Vorfeld richtig analysiert.

Auch hier sind wieder entscheidende Punkte zu klären:

  • warm oder kalt
  • trocken oder nass
  • einfaches oder schwieriges Gelände

Zusätzlich ist bei Bergtouren noch zu beachten, dass hier mal schnell  zwischen Gipfel und Tal, wie beispielsweise am Brocken im Harz oder am Ben Nevis in Schottland Temperaturunterschiede von 12°C vorherrschen können. Ebenso Sturm und plötzliche Wetterumschwünge spielen dabei eine Rolle. Beides sind Mittelgebirgsgipfel und wirken eher unscheinbar.

#5 Bilderdienste nutzen um Motivideen zu sammeln

Ich nutze oft Bilderdienste, um Anregungen für Motive zu finden. Dabei versuche ich stets meine eigenen Vorstellungen mit einfließen zu lassen.
Nachfolgend liste ich euch ein paar Plattformen auf:

#6 Essen und Trinken einplanen

Nicht immer besteht die Möglichkeit sich on location zu versorgen. Also im besten Fall zu Hause dein Lunchpaket vorbereiten und los gehts.
Und ganz ehrlich, das macht doch auch ein wenig den Charme und die Vorfreude aus, seine selbst gepackten Snacks und Getränke direkt im Rausch des Lichts zu verzehren.

#7 Fokussiere dich auf wenige Motive

Ich habe früher oft Massen an Motiven in kürzester Zeit fotografiert. Dabei bin ich wirklich von Spot zu Spot gehetzt. Schließlich muss die Speicherkarte ja voll werden.

Davon kann ich nur jedem abraten. Meine Empfehlung ist tatsächlich sich so wenig Motive wie möglich vorzunehmen. Dafür intensiver und aus mehreren Perspektiven zu fotografieren. Meine Bilder unten sind alle am selben Ort entstanden und ich konnte mich tatsächlich auf das Wesentliche fokussieren. Zumal das Zeitfenster für tolles Licht im Sonnenaufgang und Sonnenuntergang eh schon sehr begrenzt ist.

#8 Bucketlist anlegen

Tipp Nummer 8 lässt sich sofort umsetzen. Okay vielleicht nicht komplett, aber auf jeden Fall der Anfang  kann gemacht werden.
Fertige eine sogenannte Bucketlist an. Hierbei handelt es sich um eine Liste mit Motiven, die du unbedingt noch Fotografieren möchtest. Diese kannst du Stück für Stück erweitern, sobald du etwas Cooles gesehen oder gefunden hast.
Somit hast du immer spontan Ideen und Möglichkeiten zur Hand, um direkt ohne lang zu suchen, starten kannst.

#9 Verzichte ausnahmslos auf Kompromisse

Schon in meiner Tätigkeit als Küchenchef, galt die Regel „keine Kompromisse“. Du zauberst aus einem schlechten Produkt kein gutes Ergebnis, denn du kannst nicht zaubern! Das Produkt ausgezeichneter Qualität wird ausgezeichnete Ergebnisse liefern. Voraussetzung dafür sind natürlich gewisse Basics.

Sobald ihr Zweifel am Motiv oder an euren Einstellungen habt, ihr euch in ungünstigen Lichtsituationen befindet, äußere Einflüsse ungünstig euer Ergebnis beeinflussen, dann Finger weg vom Auslöser.
Ein sehr gutes Ergebnis sieht in der Kameravorschau schon top aus. Die Einstellung eventuell in der Nachbearbeitung noch zu zaubern oder negative Elemente wegzuschneiden oder zu retuschieren sind Kompromisse. Und diese gehen immer zu Lasten deines Ergebnisses.

Kein Spitzenkoch und kein Spitzenfotograf setzt auf Kompromisse. Du solltest es auch nicht…
Deine Ergebnisse werden sich verbessern, deine Fotografie wird ein neues Level erreichen.

#10 Verhaltensknigge on Location

Immer wieder stelle ich fest, wie wenig Menschen sich wirklich mit dem Thema Umwelt und Nachhaltigkeit identifizieren.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch auf 5 elementare Verhaltenspunkte vor Ort aufmerksam machen.

  1. Verlassen wie vorgefunden.
  2. Keine selbst verliehenen Sonderrechte.
  3. Vorbild sein.
  4. Vorrang für Natur- und Artenschutz.
  5. Erst informieren dann fotografieren.

Ich wünsche bestes Licht und geniale Momente.

 

Kommentare ausdrücklich erwünscht :-)